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Adventsimpuls

in den Tagen bis Weihnachten...

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lebendiges Adventsfenster

Nachlese zu den Fenstern der Pfarrei St. Franziskus

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Friedenslicht aus Betlehem

Weitergabe des Friedenslicht in der Kirche in Geisfeld am Samstag, 22.12.18 um 18 Uhr.

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Katechetentreffen

Am Freitag, dem 04.01.2019

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Erstkommunion 2020

Bereits von vielen Eltern erwartet; hier nun endlich die Termine für die Erstkommunion 2020! 

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Adventsimpuls 2018

Wie im vergangenen Jahr möchten wir Ihnen an dieser Stelle auch in diesem Jahr einen Adventsimpuls für jeden Tag in der Vorweihnachtszeit geben.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Adventszeit.

> 17. Dezember

„Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des HERRN Doppeltes für all ihre Sünden. Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN, ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! ...“ (Jes 40,1-3)

 

„Wir machen den Weg frei!“, so heißt der berühmte Werbeslogan einer Bank und die Bilder dazu zeigen, wie in fast auswegloser Situation ein neuer Weg entsteht.

 

In einer solchen Situation steckt das Volk Israel. Es hat die Wege Gottes verlassen, hat sich von ihm abgewendet und hat allein auf sich vertrauend das Leben in die Hand genommen. Doch es fiel fremden Herrschern in die Hände, musste seine Heimat verlassen und sein vertrautes Leben aufgeben. Mitten in dieser Trostlosigkeit schenkt Gott eine neue Perspektive und eröffnet einen neuen Weg.

 

ER macht einen Neuanfang mit seinem Volk. Doch diesen Neuanfang gibt es nicht zum „Nulltarif“. Gott fordert durch seinen Propheten die Umkehr des bisherigen Wegs. Der neue Weg führt durch die Wüste der Versäumnisse, der Schuld, der Abkehr und der Sünden. So wird deutlich: Nur die ehrliche Einsicht in das, was war, eröffnet eine unerwartete Aussicht auf das, was sein wird.  Nur die Abkehr von den alten Pfaden lässt neue Wege mit Gott gehen. Das ist die großartige Botschaft des Advents: Gott ermöglicht eine Zäsur. ER schenkt einen Neuanfang. ER fordert Ehrlichkeit und Umkehr und ermöglicht Neubeginn und Zukunft.

 

Sr. Beate

> 16. Dezember
Foto: Evelyn Finkler

„Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Philipper 5-7)

 

In diesem Ausschnitt aus der Lesung zum 3. Adventssonntag fallen mir einige Schlagworte ins Auge: Güte, Friede Gottes, Herz, Gemeinschaft. Wie gehören diese Begriffe zusammen?

 

Das Herz ist ein Symbol, das wir im Sprachgebrauch in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen gebrauchen. Es kann positiv besetzt sein, wie z.B. ein großes Herz haben, das Herz auf dem rechten Fleck tragen, jemandem sein Herz schenken, es kann aber auch negativ besetzt sein, wie z.B. ein Herz aus Stein haben oder herzlos sein. Es kann auch Unsicherheit ausdrücken, z.B. etwas auf dem Herzen haben, jemandem rutscht das Herz in die Hose oder auch sich ein Herz fassen. So erfasst das Herz alle Lebenslagen, es ist nicht aus dem Leben von uns Menschen wegzudenken.

 

In der Bibel ist oft von Barmherzigkeit die Rede. Dabei steht das Positive im Vordergrund: Mitmenschen mit Sorgen, Nöten und Problemen wahrnehmen und helfen. Das Herz sprechen lassen und gütig sein. Wer darauf vertraut, dass Gott zu uns gütig ist, der kann auch selbst gut sein und ein weites Herz haben. So können wir die Freude Gottes und den Frieden im Herzen spüren und unser Herz wird nicht versteinern.

 

Lassen wir uns heute von unserem Herz leiten, schauen wir aufmerksam auf die Bedürfnisse unserer Mitmenschen und schaffen eine gute Gemeinschaft mit ihnen. So ist der Friede im Kleinen möglich. Und hilft uns bei der Vorbereitung auf das Kommen des Herrn.

 

Evelyn Finkler

> 15. Dezember
Foto: Evelyn Finkler

Max Giesinger – Wenn sie tanzt

 

„Ne ganz normale fünfzig Stunden Woche, heim kommen und erst mal für die Kleinen kochen ist für sie kein Problem, weil die Kids für sie an erster Stelle stehen.“

 

Ich glaube, das kennt jeder von uns: Stress, Hektik, Alltag, jeden Tag dasselbe, man funktioniert einfach und erfüllt die Pflichten, die man einfach hat. Jetzt im Advent kommen noch viele Termine und Veranstaltungen dazu, hier eine Weihnachtsfeier, dort die Kinder schnell zur Probe für die Krippenfeier bringen, schnell dazwischen noch Geschenke kaufen oder basteln. Und wo bleibt man selbst in dem ganzen Trubel? Wer achtet dabei auf sich selbst, auf die eigenen Bedürfnisse?

 

„Wenn sie tanzt, ist sie woanders für den Moment, dort wo sie will. Und wenn sie tanzt ist sie wer anders, lässt alles los, nur das Gefühl.“

 

In dem Lied ist der Tanz das Mittel, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Dabei vergisst sie den ganzen Stress, alles was sie belastet. Und das ist etwas, was jeder von uns auch machen sollte: ein paar Minuten Auszeit am Tag, nur auf sich selbst achten und die eigenen Bedürfnisse im Blick haben. Ob man dabei tanzt, singt, ein Buch liest oder einfach eine Tasse Tee in Ruhe trinkt, da wird jedem bestimmt selbst etwas einfallen, was einen zur Ruhe bringt.

 

In einem anderen Lied heißt es: „Meine Zeit steht in deinen Händen, nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.“ Gönnen wir uns ab und an einen solchen Ruhepol, um die Kraft zur Bewältigung des Alltags zu haben. Gott möchte uns als ausgeruhte, wache Christen, auch er möchte uns Ruhe und Ausgleich gewähren!

 

Evelyn Finkler

> 14. Dezember
Foto: Evelyn Finkler

Chöre – Mark Forster

 

„Warum machst du dir `nen Kopf? Wovor hast du Schiss? Was gibt’s da zu grübeln? Was hast du gegen dich?“

 

Mit diesen Worten beginnt das Lied Chöre von Mark Forster. Das hat auf den ersten Blick wenig mit Advent zu tun. Aber schauen wir etwas genauer hin. Hier geht es um einen Menschen, der zweifelt. Vielleicht zu Hause sitzt und verzweifelt ist. Eventuell vor einer Entscheidung steht, die schwer fällt. Jemand, der sich und sein Leben im Moment nicht so richtig annehmen kann und nicht weiß, wie er weitermachen soll.

 

„Ich lass Konfetti für dich regnen, ich schütt´ dich damit zu, ruf deinen Namen aus allen Boxen. Der beste Mensch bist du!“

 

Klar, das klingt sehr überschwänglich. Konfetti verbinden wir mit einem rauschenden Fest, mit Fastnacht. Später kommen im Lied noch Trommeln und Trompeten dazu. Es ist einfach laut, grell, nicht zu überhören. Aber das Wichtige ist, dass da jemand ist, der aufrüttelt. Jemand der sagt: du bist gut, wie du bist, brauchst dich nicht zu verstecken. Ich höre nicht auf, dich aufzumuntern, bis du wieder ein Lächeln im Gesicht hast und neuen Mut schöpfst.

 

Und das kann in dieser Adventszeit auch eine Idee für uns sein: aufmerksam unseren Mitmenschen zu begegnen. Wenn wir jemanden kennen, der gerade mutlos und verzweifelt ist, diesen aufbauen. Oder brauchen wir selbst jemand, der laut ruft: Der beste Mensch bist du?

 

Im Psalm 41 heißt es „Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt, zur Zeit des Unheils wird der Herr ihn retten. Ihn wird der Herr behüten und am Leben erhalten.“ Achten wir auf Sorgen und Nöte anderer, wird uns auch Hilfe zuteil, wenn wir sie brauchen. Vergessen wir dabei Gott nicht, dem wir immer und in jeder Not vertrauen können. So schließt Psalm 41 auch mit einem Lobpreis: „Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, ja Amen.“

 

Evelyn Finkler

> 13. Dezember

Taut, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!

Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor. (Jes 45, 8 ab)

 

Wir feiern heute die Heilige Luzia, die Schweden erinnern mit den Lichtträgerinnen heute noch sehr eindrücklich an sie. Eine Heilige die mit einem Lichterkranz auf ihrem Haupt Essen für arme und unterdrückte und auch verfolgte bringt. Dies ist ja so gesehen ein sehr aktuelles Thema. Sie die selbst verraten und ausgeliefert wurde hat nach ihrem Tod sich eben für die eingesetzt die auch verfolgt wurden und von dem normalen Leben abgeschnitten waren. Was mich an ihr auch fasziniert ist, dass sie Licht mitbrachte und nicht nur eine Kerze, sondern einen ganzen Lichterkranz, der ihr Haupt zierte. Also in meiner Not, die mir mein Leben zu rauben scheint taucht jemand auf, der etwas mir bringt das mein Leben mein Leben nicht nur erleichtert, sondern sie erhellt auch meine Dunkelheit, wärmt auch mit ihrem Licht meine Umgebung.

 

Da frage ich mich selbst, bin ich selbst auch ein ganz kleines Licht für jemandem, in einem Wort, in einer Begegnung oder einfach in einem Lächeln?

 

Weihnachten und Advent ist für mich auch Begegnung, Begegnung mit Gott, aber auch mit meiner Umgebung, meiner Familie, Freunden und denen die mir einfach begegnen.

 

Ich möchte einfach ganz wach durch die Zeit gehen, ob im Laden, bei der Post, im Kloster, im Krankenhaus, in der Kirche, einfach dort wo ich bin.

 

Schwester Dorothea Maria

> 12. Dezember

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 (Mt 11,29-30)

 

Diese Worte hören wir im heutigen Evangelium Text. Und können uns zusagen lassen mit Jesus zusammen wird es nicht unerträglich schwer. Er bürdet uns nichts zusätzlich auf, wir müssen nicht großartiges Leisten damit wir zu seinen Jüngerinnen und Jüngern gehören.

 

Im Zugehen auf das Weihnachtsfest können wir auch immer mehr erspüren was es bedeutet Christin, Christ zu sein. Wir bereiten uns auf eine Geburt vor. Gott wird Mensch.

 

Ein wirklicher Mensch anfassbar, erfahrbar, ein gegenüber und vor allem so Mensch, dass er selbst erst einmal werden darf.

 

Jesus kommt als Baby zur Welt, verwundbar, ausgeliefert, auf Hilfe angewiesen.

 

Auch er wird erst alles Wichtige lernen und wird wachsen, ja erwachsen, bis er in die Öffentlichkeit tritt.

 

Auch wir dürfen unsere Zeit haben, müssen nicht perfekt sein, dürfen werden und lernen und können uns aufeinander einlassen, ist das nicht tröstlich?

 

Für mich ist das etwas Großartiges.

 

Schwester Dorothea Maria

> 11. Dezember

Führe mich in deiner Treu und lehre mich;

denn du bist der Gott meines Heiles.

Auf dich hoffe ich allezeit. (aus Psalm 25)

 

Für den heutigen Tag begleitet mich der Evangelien Text Matthäus 18,12-14 durch den Tag. Jesus fragt ob jemand (ein Hirte) nicht einem verirrten Schaf nachgeht.  Und wenn er es findet, dass er sich sehr über dieses wiedergefundene Schaf freut.

 

Es ist doch auch so ich such selbst eigentlich nicht wirklich etwas, was da ist.

 

Also wenn ich etwas verlegt habe, kann es vorkommen da werde ich hektisch, wenn es mir lieb geworden ist und ich suche das ganze Zimmer ab.

Wenn sich eine liebe Freundin schon eine Weile nicht gemeldet hat oder mir aus den Augen gekommen ist versuch ich sie zu kontaktieren, zu finden, weil sie mir wichtig ist und so ist es auch mit Freunden.

 

Und wie wunderbar ist es doch auch für einen selbst mal gefunden zu werden?

 

Eine Freundin hat mich nach vielen Jahren sozusagen wiedergefunden und ich wusste gar nicht, dass ihr unser Kontakt so viel bedeutet hat.

 

Da kommt mir auch in den Sinn, wie ist es für jemand der gar nicht in den Blick kommt?

 

Es ist doch schön mal in den Blick zu geraten und bei Gott gerate ich in den Blick, er steht mir gegenüber, er sucht nach mir, geht mit mir und mir ihm kann ich ganz ruhig meinem Weg gehen und darf darauf vertrauen ich falle nicht aus seinem Blick.

 

Ich kann ihm meinen Rücken zukehren und sehe ihn dann nicht, meine ich habe ihn aus dem Blick verloren suche ihn, aber er ist bei mir sieht mich und ich darf auf ihn hoffen.

 

So stimmt für mich auch der Psalm, er führt mich, er ist bei mir und er ist mein Heil. So kann ich gut in diesen Tag gehen.

 

Schwester Dorothea Maria

> 10. Dezember

Im gestrigen Sonntagsevangelium war auch zu hören:

„Bereitet dem Herrn den Weg.

Ebnet ihm die Straßen.

Jede Schlucht soll aufgefüllt werden,

jeder Berg und Hügel sich senken.

Was krumm ist, soll gerade werden,

was uneben ist, soll zum eben Weg werden.

Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“ (Lk 3,4-6)

So wird im neuen Testament der Prophet Jesaja zitiert.

 

Ein im ersten Moment merkwürdiges Wort des Propheten Jesaja.

Irreale Bilder werden verwandt, wenn sich Berge und Hügel senken und sich Schluchten auffüllen sollen.

Jesaja spricht in die Gefangenschaft der Oberschicht in Babylon hinein, wo sie festsitzen und gefangen gehalten werden, sie sich aber auch mit den Machthabern arrangiert und gut eingelebt haben und ihre Geschäfte machen. In diese Situation hinein spricht Jesaja seine Zusage, dass sie Gottes Heil sehen. Ein Weg soll sich eröffnen nach Hause. Der Blick soll frei werden auf Jerusalem, auf den Tempel, auf das Allerheiligste. Gottes Heil soll dort sichtbar werden. (Der Evangelist Lukas verweist damit aber auch schon an dieser Stelle auf Jesus, der in Jerusalem leiden, sterben und auferstehen wird.)

So sollen sie den Blick frei bekommen für das Wesentliche.

 

So ist das Evangelium auch eine Einladung an mich, auf das Wesentliche und Kostbare in meinem Leben zu schauen. Es ist eine Einladung, den inneren Müll bei Seite zu schaffen, damit Platz wird für das Wesentliche und Eigentliche.

 

Christoph Eiffler

> 9. Dezember

Heute am 2. Adventsonntag wird in der Sonntagslesung die Geschichte von Johannes, dem Täufer erzählt, wie er nach seinem Wüstenaufenthalt an den Jordan geht und dort tauft (Lk 3,1-6).

 

Die Wüste ist für das Volk Israel und dem Leser der biblischen Geschichten ein besonderer Ort. Sie erinnert an die Berufung des Mose mit der wegweisenden Zusage „Ich bin da, wo du bist“. Sie erinnert an den Zug des Volkes Israel durch die Wüste mit den vielen Ereignissen des Suchens, Verweigerns und Findens. Sie erinnert an Elia, der zu Beginn seiner Tätigkeit von Gott in die Wüste geschickt wird, um studierend und betend die Wüstenerfahrungen des Volkes Israel nachzuempfinden. Später liegt er in der Wüste unter dem Ginsterstrauch ermattet und frustriert und erfährt später dann auf dem Wüstenberg Gott im Säuseln des Windes.

 

Die Wüste ist der Ort der Gottessuche und -erfahrung.

 

Die Wüste ist der Ort, der Ruhe und Einsamkeit, an dem der Mensch auf sich selbst verwiesen ist – und auf Gott. In der Wüste bekommt der Mensch einen neuen Blick darauf, was wichtig und wesentlich ist.

 

So lädt das heutige Evangelium ein, dass ich selbst in die „Wüste“ gehe.

Mal von Zeit zu Zeit.

Mal eine Viertelstunde am Tag, einen Tag im Monat, eine Woche im Jahr …

Jetzt im Advent – an diesem Tag.

Und vielleicht gelingt es mir, mitten im Trubel des Alltags mir ein Stück Wüste zu schaffen, um in der Stille in Begegnung mit mir und Gott zu kommen.

 

„Wenn du nicht in die Wüste gehen kannst, musst du dennoch in deinem Leben „Wüste machen“. Bring ein wenig Wüste in dein Leben, verlass von Zeit zu Zeit die Menschen, suche Einsamkeit, um im Schweigen und anhaltenden Gebet deine Seele zu erneuern! Das ist unentbehrlich. Das bedeutet „Wüste“ in deinem geistlichen Leben.“ Carlo Caretto

 

Carlo Caretto, Italienern und Präsident der katholischen Jugend in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde ein „kleiner Bruder“ und Mystiker, der in Nordafrika die Wüste und die Menschen erlebte und zwischen Nordafrika und Italien hin- und herpendelte. Er schrieb Bücher “Wo der Dornbusch brennt“ und „In deiner Stadt ist deine Wüste“.

 

Christoph Eiffler

> 8. Dezember

Am heutigen Tag feiert die Kirche „Mariä Empfängnis“. Im heutigen Gottesdienst wird die frohe Botschaft verkündet, wie der Engel Maria verkündet, dass sie schwanger werden wird. „Heiliger Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten“, sagt der Engel zu Maria.

Es gibt die spirituelle Sicht, dass alle Zusagen, die Gott Gestalten der Bibel zusagt, auch heute einzelnen Menschen gelten, also auch mir.

Wenn Gott also zu Abraham sagt, du wirst gesegnet sein, damit du anderen ein Segen sein kannst, so sagt mir auch heute Gott zu, dass er mich segnet, damit ich für andere ein Segen sein kann.

Wenn der Engel zu Maria sagt: „Freue dich, du bist mit Gnade beschenkt“, dann gilt diese Zusage auch mir.

 

Christoph Eiffler

 

Und wie wäre es, wenn Gott mit mir schwanger ginge?

 

Ihn erst in mir tragen, ohne ihn zu fühlen.

Dann irgendwann (nach Wochen, Monaten, langer Zeit jedenfalls) das erste Schmetterlingsflattern im Bauch,

das erste Hüpfen,

Anstoßen – nicht unterzubringen in der normalen Körperbewegung.

Etwas gegen den Strich –

Zart

Unmerklich fast,

aber unüberfühlbar.

 

Es rührt sich etwas.

Es regt sich etwas.

Es wächst in mir.

 

Wohin?

DU willst Raum haben in mir.

Willst wachsen in mir,

von mir genährt und geschützt und geliebt.

 

Wird es zu sehen sein?
Wann werden es andere sehen können?

Werde ich runder werden – wie der Mond?

Weiblicher?

Ganzer?

Voller?

Erfüllter?

 

Leben in Fülle …

Das Gottesreich ist wie ein Senfkorn.

Es wächst von selbst.

Wenn es einmal gesät ist.

Aber es braucht den richtigen Untergrund, fruchtbaren Boden, gute Mutter-Erde …

 

Dein REICH komme in mir.

Er-REICH-e DU mich – in mir.

Mach DU mich REICH-er – von innen heraus …

                                                           Ellen Weitz

> 7. Dezember

Josef Reding
Friede

 

"Bloß keinen Zank
und keinen Streit!"
Das heißt auf englisch
ganz einfach
PEACE
und auf französisch
PAIX
und auf russisch
MIR
und auf hebräisch
SHALOM
und auf deutsch
FRIEDE
oder:
"Du, komm,
lass uns
zusammen spielen,
zusammen sprechen,
zusammen singen,
zusammen essen,
zusammen trinken
und zusammen
leben,
damit wir
leben."

 

Ich wünsche mir,…

 

dass die Hoffnung auf Frieden in den Herzen niemals erlischt

und die unerschöpfliche Liebe wieder unser aller Herzen erfüllt.

Dass wir allen Menschen mit Wärme und Respekt begegnen und wir Dinge tun, die unsere Herzen zum Lachen bringen.

 

Und das nicht nur zu Weihnachten…

 

Karen Alt

> 6. Dezember

Nikolaus und Weihnachtsmann

 

Sprach der Nikolaus zum Weihnachtsmann:
„Es muss endlich was geschehn!
Dass man uns so oft verwechselt
Das darf nicht so weitergehn
Überall legt man zur Weihnachtszeit
Unsre alten Kleider an
Und der rote Mantel, der gehört
Gewiss dem Weihnachtsmann
Weil ich auf dem Kopf meine Mitra trag
Und in meiner Hand den Bischofsstab
Frag ich mich, wie man uns beide da
Überhaupt verwechseln kann"

 

Sprach der Weihnachtsmann zum Nikolaus
„Lieber Freund, es tut mir Leid
Dabei trägst du doch so würdevoll
Dein altes Bischofskleid
Dass wir beide nicht die Jüngsten sind
Daran kann kein Zweifel sein
Aber mehr als tausend Jahre alt
Ist der Nikolaus allein
Warst in größter Not für die Kinder da
Und sie lieben dich, na, du weißt es ja
Und noch heute legst du jedem Kind
Etwas in den Schuh hinein“

 

Da sang vom Himmel, hell und klar
Ein Weihnachtsengel, wunderbar
„Ihr beiden hört mir zu
Und dann gebt endlich Ruh!
Was die Kinder in der Weihnachtszeit
In ihren Träumen sehn
Werden große Leute, so wie ihr
Wohl niemals ganz verstehn
Jedes Kind macht sich sein eignes Bild
Und es glaubt ganz fest daran
Darin gibts gewiss den Nikolaus
Und auch den Weihnachtsmann
Doch es lässt nur den in sein Herz hinein
Der es größer macht und sich selber klein
Der bereit ist, selbst ein Kind zu sein
Darauf kommt es an
Nikolaus und Weihnachtsmann“

 

 Songwriter: Rolf Zuckowski

 

Zu meiner Advents- und Weihnachtszeit gehört das Lied von Rolf Zuckowski mittlerweile, genauso wie die dazugehörige CD obligatorisch dazu.  Und dennoch bewegt mich der Liedtext mit seiner ganz eigenen Botschaft: Die Frage, die sich mir stellt lautet nicht: Welche Geschichte und welche Person ist wirklich wahr? Ich frage mich: Was oder wer macht wirklich glücklich?

 

Dabei geht es mir nicht um ein Glück, dass ich mit Geld oder anderen profanen Dingen erkaufe, sondern um das Glück, dass mich im Innersten berührt.

 

Und ist nicht das auch die Botschaft des heiligen Nikolaus von Myra, der durch sein Tun die Menschen, insbesondere die Kinder glücklich gemacht hat, ihnen ihre Seele, ihre Würde (zurück-)gegeben hat?

 

Und dann ist es doch zweitrangig, wer uns den Zauber dieser Zeit vermittelt, der Zeit, in der wir uns ja eigentlich auf ein ungleich größeres Fest vorbereiten: Auf die Geburt Jesu Christi.

 

Worauf es ankommt, das besingt der Weihnachtsengel in Rolf Zuckowskis Lied so treffend in seinen letzten Versen: „Doch es lässt nur den in sein Herz hinein, der es größer macht und sich selber klein, der bereit ist, selbst ein Kind zu sein, darauf kommt es an, Nikolaus und Weihnachtsmann.

 

Karen Alt

> 5. Dezember
Foto: Kerstin Bettendorf

Der Tag, an dem alles gut ist!

 

Bei einem Schnee-Spaziergang ist mir dieses lachende Gesicht begegnet und hat mich erfreut.

 

Es gibt viele Gründe, warum der Künstler es gemalt haben könnte. Möglicherweise will er sagen, dass es ihm heute (bei dem tollen Wetter) gut geht.

 

Vielleicht hatte er ein schönes Erlebnis, z.B. einen tollen Spaziergang bei knackiger Kälte und Sonnenschein. Vielleicht fühlt er sich einfach nur wohl, weil er draußen oder in der Freiheit ist. Dieses Gefühl möchte er gerne an andere weitergeben, sie teilhaben lassen.

 

Ich hatte bei dem Anblick das Gefühl, dass heute die ganze Welt glücklich sein muss und strahlen sollte. Der Smiley gibt Hoffnung: Alles wird gut!

 

Mir ist bewusst geworden, dass wir uns öfter an solchen Kleinigkeiten erfreuen sollten und die Welt durch ein kleines Lächeln erfreuen können. Lächelnd durch die Welt gehen ist ein kleiner Anfang dafür, dass alles gut wird; es macht Hoffnung.

 

Kerstin Bettendorf

> 4. Dezember
Bildquelle: Andreas Webel

Der 4. Dezember ist der Gedenktag der Hl. Barbara.

 

An diesem Tag werden nach altem Brauch Zweige von Obstbäumen geschnitten und in einer Vase in der Wohnung aufgestellt (Barbarazweige). Sie sollen am Heiligen Abend blühen und die Wohnung schmücken. Das Blühen des Zweiges bringt Glück im kommenden Jahr.

 

Der Brauch geht auf die Heilige Barbara zurück, die wegen ihres christlichen Glaubens Ende des 3.Jahrhunderts zum Tode verurteilt wurde.

 

Auf dem Weg ins Gefängnis blieb sie an einem verdorrten Kirschzweig hängen, nahm den abgebrochenen Ast mit in ihre Zelle und benetzte ihn mit Tropfen aus ihrem Wasserbecher.

 

In den letzten Tagen ihres Lebens erblühte der Zweig und tröstete sie über das Bewusstsein des Todesurteils hinweg. Angeblich sagte sie: „Du scheinst tot, aber bist aufgeblüht zu schönem Leben. So wird auch es mit meinem Tod sein. Ich werde zu neuem ewigen Leben aufblühen.“

 

Jeder, der auf das Glück hofft, wird ein Stückchen Glück erfahren. 
 
 
Kerstin Bettendorf
> 3. Dezember

Kündet allen in der Not

In dem vom Propheten Jesaja inspirierten Lied, „Kündet allen in der Not“, geht es um Menschen in einer ausweglosen Situation.

 

Menschen  befinden sich in einer Wüste. Sie wissen nicht mehr aus noch ein; sie fühlen sich ungeborgen und verloren; sie sehen keine Richtung, keinen Sinn mehr; schleppen sich mühsam weiter und schieben das Zusammenbrechen vor sich her; verzweifeln fast daran, ob es je noch einmal besser kommen könnte.

 

In diese Situation hinein verheißt das Lied:

Wenn du, Mensch, am Ende bist und nicht mehr weiter weißt und weiterkannst, dann öffnet sich überraschend doch wieder eine Quelle der Kraft. Dir fließt neue Energie zu, du spürst wieder Leben,

siehst neue Zukunft, obwohl du gar nicht mehr darauf zu hoffen gewagt hattest.

 

„Aus Gestein und Wüstensand werden

frische Wasser fließen;

Quellen tränken dürres Land; überreich die

Saaten sprießen.

Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.“

 

Wer kennt diese Erfahrung nicht:

schlimme, schwere Stunden, in denen alles aus zu sein scheint. Ich habe einen Menschen verloren.

Ein Unglück ist über mich oder meine Familie hereingebrochen. Sorgen und Angst erdrücken mich.

Ich habe das Gefühl: so kann ich nicht weiterleben – und dann habe ich doch weiterleben können.

Ich habe Kraft bekommen, weiterzumachen, Energie für jeden Tag.

 

Die Saaten mögen nicht gleich überreich gesprossen sein, aber das Grün der Hoffnung und des frischen Lebensmutes ist wieder aufgekeimt. Das ist eine Grunderfahrung, eine Schlüsselerfahrung des Menschen.

 

Das ist auch die christliche Glaubenserfahrung: dass nach dem Tod in seinen vielfältigsten Formen – Verlust, Abschied, Schicksalsschlag - nicht endgültiges tot-sein kommt, sondern neues Leben.

Dass es weitergeht. Diese Erfahrung kennen wir.

Unser Glaube sagt uns: Geht in dieser Richtung weiter.

Verliert nicht den Mut.

Erzählt einander, dass es so ist.

Wer es schon durchgemacht hat, soll es dem sagen, der gerade am Tiefpunkt ist.

 

„Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen.

Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen.

Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.“

(AW)

> 2. Dezember

Ein Adventskranz erzählt:

 

Heute beginnt mein Leben so richtig, denn heute wird meine erste Kerze entzündet. Das ist für mich ein Festtag, denn das große Licht von Weihnachten es beginnt heute zu wachsen.

 

Jeden Sonntag im Advent kommt etwas Licht hinzu, bis ich kurz vor Weihnachten mit allen vier Lichtern strahle. Meine Lichter haben eine Botschaft: sie erzählen von Jesus, dem großen Licht, das vor etwas mehr als 2000 Jahren in unsere dunkle Welt hineingeboren wurde. Es hat die Dunkelheiten unserer Welt hell gemacht, hat sogar die Dunkelheit des Todes in der Osternacht im Licht des Lebens erstrahlen lassen.

 

Überhaupt erzähle ich ganz viel vom Leben. Das Grün der immergrünen Tannenzweige  spricht vom Leben, das nie aufhört, das Gott uns Menschen verheißen hat. Das Rund des Kranzes, ein Kreis ohne Anfang und Ende ist ein Zeichen für Gott selbst, der da ist ohne Anfang und Ende, der ewig ist und treu seine Verheißungen erfüllt. Und es meint Jesus Christus, das Alpha und Omega, den, der unser Leben mitgelebt hat – solidarisch und voller Liebe.

 

Und dann ist da das Rot der Schleifen, die aufgesteckt oder um mich herum gewunden sind.

Das Rot erzählt von der Liebe, mit der Gott die Welt und uns alle erschaffen hat. Es berichtet von der Liebe Gottes, die seinen Sohn in die Welt gesandt hat, damit er unser Leben mit uns teilt und die ganze Welt heiligt durch seine Liebe. Das Rot erzählt von den Kranken, die er geheilt, von den Aussätzigen und den Armen, denen er neues Ansehen und Würde geschenkt hat. Und es erzählt von der großen Tat der Liebe am Kreuz, die uns erlöst hat.

 

Und dann gibt es noch kleine Kugeln, die an mir angebracht sind. Es sind die Früchte vom Baum des Lebens, der im Paradies steht. Die Geburt Jesu hat das Paradies wieder neu geöffnet. Das Paradies ist ja nicht ein ganz realer Ort, sondern ein herrliches Bild für Gott, der mit den Menschen in unmittelbarer Beziehung steht. In der Erzählung vom Paradies ist es einmal so ausgedrückt: „Gott kam dem Adam im Abendwind entgegen.“ Auge in Auge, ja sogar auf Augenhöhe mit Gott selbst, in untrennbarer Gemeinschaft mit ihm. In Jesu Geburt an Weihnachten ist das Reich Gottes schon da – noch nicht ganz vollkommen, aber es strahlt immer wieder auf.

 

Das wollte ich euch schon immer mal sagen! (AW)

> 1. Dezember

Der Advent kann kommen!

 

Wenn man den ganzen Prospekten, die schon seit Ende Oktober ins Haus flattern, und den Fernsehreklamen Glauben schenkt, dann kann der Advent ruhig beginnen. Er hat ja schon seit Wochen begonnen, wenn es nach den Auslagen in den Schaufenstern und Geschäften geht.

 

„Lichterglanz und Plätzchenduft“ – mehr scheint nicht nötig zu sein, damit Advent und Weihnachten da sind. Ach ja, auch die Weihnachtsgeschenke sollten wenigstens im Blick sein.  Aber gute Stimmung und ein warmes Gefühl – reicht das schon? Gewiss, sie sind wichtig für uns heute, aber sind sie auch entscheidend?


Ich schaue einmal darauf, was die Adventszeit in früheren Zeiten war. Die liturgische Farbe für die Gottesdienste im Advent gibt einen Hinweis: sie ist violett. Also die Farbe der Buße – wie in der Fastenzeit. Advent, das war eine Fastenzeit, ähnlich wie die Zeit vor Ostern. Es war eine karge Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, nicht schon eine vorgezogene Weihnachtszeit. Mit ihrer Kargheit sollte sie daran erinnern, wie unerlöst die Welt war, bevor in Jesus Christus Gott selbst Mensch geworden war. In einem Adventslied erinnern wir an die Vertreibung aus dem Paradies: „…denn verschlossen war das Tor, bis ein Heiland trat hervor.“ singen wir in diesem Lied und weiter: „Kündet allen in der Not: Fasset Mut und habt Vertrauen.“

 

Advent, das heißt Ankunft, Vorbereitung auf die Ankunft Jesu an Weihnachten. Da müssen nicht schon am Beginn des Advents, also heute, alle Lichter angezündet sein. Der Advent ist nicht schon das nach vorne verlängertem Weihnachtsfest, sondern der Weg dorthin.

 

Da ist es vielleicht auch wichtig, dass es eine Steigerung geben kann mit einzelnen Lichtpunkten während der vier Wochen: der Barbaratag mit seinen Hoffnung gebenden Kirschzweigen, die auch erst an Weihnachten blühen, der Nikolaustag mit seinem Hinweis auf die Liebe Gottes, die sich in der Liebe der Menschen zueinander konkretisiert. Und dann ist da ja auch noch der Adventskranz mit seinem immer heller werdenden Licht.

 

Die Welt – wir Menschen und die ganze Schöpfung – warten auf die Erlösung, auf das Weihnachtsfest und die Geburt Jesu. Darauf warten wir, dass Gott in unsere Welt hinein kommt. Und das ist dann die Freude, die wir feiern können mit Lichterglanz und Plätzchenduft, die immer mehr zunehmen, je länger die Adventszeit dauert.

 

So, wie wir es im Kinderspruch sagen: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.  (AW)