Aktuelle Nachrichten

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Kinder- und Jugenfreizeit 2018

Insel Ameland - Ankunft am Ferienziel

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Kindertreff fährt zum Brot backen

Am Freitag, dem 21.09.2018, fahren wir mit einem Bus zur Johann-Adams-Mühle nach Tholey, 20 Kinder können mitfahren.

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SOS-Plaketten-Aktion

Am kommenden Sonntag, dem 24. Juni wird nach dem Gottesdienst in Hermeskeil von Messdienern die SOS-Plakette
angeboten.

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Adventsimpuls 2017

Auch in diesem Jahr erhalten Sie an dieser Stelle einen täglichen Adventsimpuls unserer Pfarrei St. Franziskus.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Adventszeit

 

 

> 25. Dezember
Bildquelle: Marika Bauer

Wie klein hast du dich gemacht

 

Die Christen der Ostkirche pflegen beim Betrachten der Krippe zu sagen: „Wie groß hast du uns gemacht, o Herr!“ Wir Venezianer sagen: „Wie klein hast du dich gemacht, o Herr!“ Und wir fügen hinzu: „Es ist ein wahres Glück, dass du gekommen bist! Wir sind armselig vor Gott und mit Schuld beladen, aber zwischen dem Vater und uns stehst jetzt du. Es ist, als ob wir eine rote Brille aufsetzen und uns alle Dinge nun rot erschienen. Der Vater sieht uns nur durch das Rot deiner Güte, und er macht auch uns gut und findet auch in uns das Gute!“ Es ist schön, dass es zu Weihnachten in jedem Haus eine Krippe gibt. Noch viel schöner würde es sein, wenn an jeder Haustür ein Schild angebracht wäre, auf dem steht: „Die Christen hier haben beschlossen, wirkliche Christen zu sein! Die Herzen hier sind für Christus bereit, für das Verständnis und die Liebe zu den Brüdern, für den Fortschritt der Gerechtigkeit, für ein ernsthaftes und würdiges Leben!“ Das wären die schönsten Weihnachten!

 

Aus: Albino Luciani, Heilige Zeiten. Meditationen zum Kirchenjahr, Köln 1999.

> 24. Dezember
Bildquelle: Rüdiger Glaub-Engelskirchen

Wenn ich dir begegne

 

Wenn ich dir
begegne,
verwandelt sich
meine Dunkelheit
in Licht,
meine Zaghaftigkeit
in Mut
und meine Angst
in Zuversicht.
Durch dich
finde ich
zu meiner Mitte,
aus der heraus ich
leben und
lieben kann.

 

Christa Spilling-Nöker, in Werkmappe Jugendgottesdienst der KJS Innsbruck

> 23. Dezember
Bildquelle: Klaus Herzog In: Pfarrbriefservice.de

Warten auf das Licht

Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen,

dass wir Gemeinschaft suchen
und wahren wie einen Schatz;
dass uns das Miteinander mehr wert ist
als der Sieg übereinander;
dass uns die Augen aufgehen füreinander
und einer dem anderen das Leben gönnt.

 

Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen,

dass wir deinem Wort trauen und deinem Gutsein,
wenn das Dunkel über uns kommt.
Lass uns deine Nähe spüren,
dass uns die Geduld nicht vergeht,
wenn die Erfüllung ausbleibt
und das Leben verrinnt.
Schenk uns den langen Atem der Liebe,
wenn der Zweifel uns umtreibt.
Lass uns nicht ins Leere warten.
Komm uns entgegen,
nimm dich um uns an.

 

Herr, lass dein Licht leuchten über unseren Wegen:

Nimm uns an der Hand,
wenn es gilt, aufzubrechen
aus selbstgemachten Sicherheiten,
den Glauben zu erwandern.
Sag uns dein Wort,
lass uns deine Stimme erkennen
im Gewirr der vielen, die uns die Ohren füllen.
Bleib uns nicht fern,
dass wir, deiner Nähe gewiss,
das Glück des wahren Menschseins haben.

 

Aus Werkmappe Jugendgottesdienste - KJS Innsbruck

> 22. Dezember
Bildquelle: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Gesucht

menschen
die gerade sind
krumme
gibt es schon

 

menschen
die sich erbarmen
die wegschauen
gibt es schon

 

menschen
die mauern opfern
maueropfer
gibt es schon

 

menschen
die ums tägliche brot bitten
die es sich täglich nehmen
gibt es schon

 

menschen
die ihr leben ins spiel bringen
die mit dem leben andrer spielen
gibt es schon

 

menschen
die aufstehen gegen gewalt
die auf gewalt stehen
gibt es schon

 

menschen
die einander aufrichten
die einander richten
gibt es schon

menschen

die den mut haben zu dienen
herren
gibt es schon

 

menschen
die für den frieden leben
die für kriege sterben
gibt es schon

 

menschen
die neu anfangen
die fertig sind
gibt es schon

gibt
es
schon
genug

 

Peter Fuchs-Ott in: Gemeinsam entdecken. Ökumenische Gebete und Meditationen. Herausgegeben von Marcus Leitschuh und Cornelia Pfeiffer. Bonifatius Verlag Paderborn / Verlag Otto Lembeck Frankfurt am Main 2003.  

> 21. Dezember
Bildquelle: Markus Dollwet, Bietzen

„O Morgenstern, Glanz des ewigen Lichtes und Sonne der Gerechtigkeit. Komm und erleuchte jene, die in Finsternis und Todesschatten sitzen.“

 

In den dunklen, manchmal auch grauen und trüben Wintertagen, sehnen wir uns nach dem Licht, besonders nach dem Morgenstern, der das Ende der Nacht ankündigt. Dieser Morgenstern, der „Oriens“ steht im Mittelpunkt des 21. Dezembers. Noch viermal schlafen, dann ist der Glanz des Weihnachtsfestes zu sehen. Unsere Christbäume, Krippen und Häuser werden ins festliche Licht der Heiligen Nacht eingetaucht. Dieses Licht soll das Dunkel der Welt vertreiben. Es wird so langsam Weihnachten, doch wird es auch an vielen Stellen unseres Lebens und unserer Welt dunkel bleiben. Der Glanz des ewigen Lichtes bleibt oft scheinbar ohne Erfolg: Ist es zu schwach? Krieg, Terror, Hass, Flucht, Armut, Hungersnot, Streit, Krankheit, Tod, Trauer. Jesus, das Licht unseres Lebens, will uns erleuchten. Sein Licht scheint und schimmert in unserer Welt, manchmal droht es immer kleiner zu werden und nur noch zu flackern. Doch das Wichtigste ist: Es wird nicht erlöschen. Seit der Nacht von Bethlehem, leuchtet es uns.  Wir feiern ja mit Weihnachten wirklich eine Nacht. Und es ist damals Nacht gewesen, nicht nur im zeitlichen Sinn des Tagesablaufs, sondern eine Nacht der Ratlosigkeit, der Ohnmacht des Volkes Israel, des Nicht-mehr-weiter-Wissens. Und mitten in diese Nacht hinein ist Gott gekommen. Seine Botschaft lautet: „Fürchtet Euch nicht!“

 

Wo sehne ich mich nach mehr Licht und Glanz in meinem Leben? Wem kann ich in diesen Tagen ein Licht bringen und das Dunkel des Lebens erhellen?

 

JK

> 20. Dezember
Bildquelle: David Hassenforder In: Pfarrbriefservice.de

„O Schlüssel Davids und Zepter des Hauses Israel, was Du öffnest, kann niemand schließen; was Du verschließest, kann niemand öffnen. Komm und führe den Gefesselten aus der Enge des Kerkers, wo er in Finsternis und Todesschatten sitzt.“

 

Der Schlüssel Davids ist das Bild der Liturgie für den 20. Dezember. Offenbar ist dieser Schlüssel ein Generalschlüssel und auch noch der Einzige, den es gibt. Es kann ärgerlich sein, wenn Türen verschlossen sind, die man durchqueren will und man keinen Schlüssel hat oder findet. Noch ärgerlicher ist es, wenn es einen Schlüssel gibt, der einfach nicht passen will ….. Andererseits helfen uns die Schlösser und Schlüssel, denn sie (be)schützen uns. Doch der Schlüssel Davids von dem hier die Rede ist, befreit uns; sogar aus der Enge des Kerkers. Das ist ja eine besonders schreckliche Vorstellung, in einem engen Kerker eingeschlossen zu sein…. Der Schlüssel Davids ist ein Zeichen für Jesus Christus. Durch seine Geburt kam das Licht des Glaubens an einen Gott in die Welt, der uns befreit. Gott, der in Jesus Mensch geworden ist, schließt alle beengenden Schlösser auf und schenkt uns die wahre Freiheit. Denn er ist der Gott der Liebe!

 

Welche Schlösser soll er in meinem Leben öffnen?

 

JK

> 19. Dezember
Bildquelle: Markus Dollwet, Bietzen

„O Wurzel Jesse, Du bist zum Zeichen gesetzt über die Völker, vor Dir werden Könige ihren Mund verschließen und Völker zu Dir beten. Komm, uns zu befreien, säume nicht länger.“

 

Der 19. Dezember lässt uns in der Liturgie erneut den Ruf nach der „Wurzel Jesse“ vernehmen. In wenigen Tagen werden wir singen „Es ist ein Ros` entsprungen aus einer Wurzel zart …. von Jesse kam die Art!“ Jesus stammt aus der Wurzel Jesse, das bedeutet von Jesaja dem Vater des Königs David. So ist der Messias, der Heiland und Erlöser Jesus Christus aus dem Hause Davids hervorgegangen. Eine tiefe Sehnsucht spricht aus dem obigen Vers, der eigens für den heutigen Tag vorgesehen ist. Auch wir blicken immer wieder auf unsere Wurzeln. Einerseits brauchen wir feste Wurzeln, damit wir die Bodenhaftung nicht verlieren. Die Wurzeln helfen uns festzustehen, auch wenn der Wind uns brausend um die Ohren weht. Sie stärken uns, damit wir nicht umfallen. Andererseits müssen die Wurzeln auch gepflegt werden, sie benötigen unsere Aufmerksamkeit.

 

Welche Wurzeln erkenne ich in meinem Leben? Ist der Glaube für mich eine Wurzel, die meinem Leben Vertrauen, Standfestigkeit und Halt gibt?

 

JK

> 18. Dezember
Bildquelle: Schwester Dorothea

DU HERR UND FÜHRER DES HAUSES ISRAEL: KOMM UND BEFREIE UNS MIT DEINEM STARKEN ARM! (vgl. O-Antiphon)

 

Heute im Evangelium erfährt Josef, wer da heranreift im Leib seiner Verlobten und dass er der Adoptivvater von ihm sein wird. Jesus ist eine starke Person für uns. Heute möchte ich aber auch auf Josef eingehen, der gern schon mal vernachlässigt wird. Ohne Josef wäre Maria gesteinigt worden, wenn er sich auf und davon gemacht hätte, was sein Recht gewesen wäre, dann hätten Maria und ihr Kind keine Chance gehabt. Und Jesus hätte kein väterliches Vorbild gehabt. Meiner Meinung nach hat Jesus sehr viel von Josef lernen dürfen in der Arbeit, im Umgang mit den Menschen und auch im religiösen Umgang. Und dass Jesus so auf die Menschen zugehen konnte, ist bestimmt auch in gewisser Weise ein Anteil, den wir Josef zu verdanken haben. Er wird als hörender und tätiger Mann beschrieben, er tut das, was er von Gottes Wort verstanden hat, das, was wir als Ordensleute auch unter Gehorsam verstehen, im gemeinsamen Hören auf Gottes Wort und dabei schauen, wir wie wir es in die Tat umsetzen können. So hat er das, was er im Traum sich zusprechen ließ, einmal von der Ankündigung der Geburt, aber auch der Warnung und damit der Vorbereitung der Flucht sowie der Rückkehr als seinen Weg gut überlegt und den Traum nicht weggewischt, sondern ist den Weisungen des Traumes gefolgt und hat so seine Familie vor Schaden bewahrt. Kennen wir solche Begebenheiten auch, Träume oder kleine Fingerzeige, die uns warnen wollen oder uns den Weg zeigen?

 

Folgen wir ihnen intuitiv oder gehen wir eher rational vor und versuchen, einiges durch klare Überlegung zu klären und wägen da Für und Wider ab? Ich muss ehrlich zugeben, bei mir ist es mal so und mal so, ich nenne es bei mir Bauchgefühl. Wenn mein Bauchgefühl mich stark warnt, dann schau ich dreimal hin, bevor ich etwas tue, was rational ganz einfach erscheint und machbar ist. Doch es gab auch Zeiten, in denen ich nur rational entschieden habe, und da bin ich so manches mal sozusagen auf dem Bauch gelandet. Jetzt versuche ich es, dem Gefühl und dem Rationalen nach zu entscheiden. Ich hoffe, das ist der gute Zwischenweg. Wichtig ist mir immer, dabei Gott nicht aus dem Blick zu verlieren und zu schauen, was will Gott mir denn sagen. Mein Gefühl und meine Rationalität macht mich beides aus und ist mir von Gott geschenkt; so denke ich, sollte ich auch beides nutzen. Wenn ich jetzt noch dabei Gott im Blick halte, was er mir dadurch sagen will, kann ich, so vermute ich, einige Stolpersteine vermeiden und besser verstehen, wo mein Weg hinführen darf, denn auch wenn ich mal wieder eine Sonderschlaufe laufe, so bin ich doch.

 

Schwester Dorothea

> 17. Dezember
Bildquelle: Schwester Dorothea

DER GEIST DES HERRN RUHT AUF MIR. DER HERR HAT MICH GESANDT, DEN ARMEN DIE FROHE BOTSCHAFT ZU BRINGEN. (Lk 4,18)

 

Diese Worte werden uns auf Johannes hin zugesagt, dem wir an diesem Sonntag begegnen, er der das Licht ankündet. Er ist die große Gestalt, die Jesus vorausgeht und schon viel bewirkt an Umkehr, und er ist es, der auf den Herrn verweist: „Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt…“

 

Wie wäre es für mich heute? Wäre es nicht auch so, dass wir über vieles in der Betriebsamkeit hinwegsehen würden? Auch wenn einige Wunder geschehen würden - und ich bin überzeugt, dass auch heute noch Wunder geschehen -, können wir ihn dann so ohne Zweifel erkennen? Kann ich ihn so ohne Zweifel erkennen? Ich hätte wahrscheinlich viele Fragen, um mir erst einmal ganz sicher zu sein, ob es wirklich der Richtige ist? Und ist es dann der Richtige oder legt er sich die Antworten dann zurecht? Kann ich mir es eingestehen, dass der Herr mir gegenüberstehen würde? Mir?

 

Jesus liebt die Welt, er liebt jeden Einzelnen und er liebt auch die Sünder. Gut, ich bin schon mal nicht perfekt, also mich liebt er auch, aber kann ich das so wirklich frei mir zusagen lassen? Es gab Zeiten, da fiel mir das sehr schwer. Jedem anderen war es klar, mir doch aber nicht. In dieser wünsche ich besonders denen, die an diesem Punkt sind, an dem ich auch einmal war, dass sie den liebenden Blick von Jesus auf sich ruhen lassen können. Ich konnte es, als mir bewusst war, dass Jesus als Kind auf die Welt kam: verwundbar, unschuldig, klein, hilflos. Ein Baby, und da muss ich einfach zugeben, da schlägt das Frauenherz in mir; wenn ich einem Baby in die Augen schaue, strahlen meine Augen und mein Herz wird weit. Auch mein Herr war so ein Baby und durfte die Welt von klein auf kennenlernen, um die Weihnachtszeit herum wird mein Herz ganz weit, besonders für alle, die versuchen, diesen Zugang zu finden oder sich auch schwertun, denn ich weiß, wie ich gerungen habe. So wünsche ich viel Mut im Zugehen auf unseren Herrn, im Kind aber auch im Gott, er ist Mensch und Gott und er liebt seine Welt.

 

Schwester Dorothea

> 16. Dezember
Bildquelle: Schwester Dorothea

BEREITET DEM HERRN DEN WEG! EBNET IHM DIE STRASSEN! UND ALLE MENSCHEN WERDEN DAS HEIL SEHEN, DAS VON GOTT KOMMT.

 

Für den Text habe ich ein Bild ausgesucht welches mir aus Teresina in Brasilien noch sehr nachgeht. Wir waren unterwegs zum Gottesdienst; wir sind um 17.30 Uhr losgegangen; alle sind wir schweigend in die kommende Nacht hineingegangen. Hier in unseren Breiten kann man nicht so schnell ins Dunkel hineingehen wie dort. Wir starteten in einem wunderbaren Sonnenlicht und kamen im Finstern an der Kirche an. Was für mich aber sehr bewegend war, ist das das untergehende Licht, das uns den Weg hin zur Kirche wies. Jede von uns ging ganz bewusst. Angekommen an der Kirche, warteten wir, bis der Pfarrer eintraf und es begann ein sehr schwungvoller Gottesdienst, der mitten aus der Dunkelheit die Anliegen in die hell erstrahlende Messe mit hineinbrachte. Dies könnte ich auch in den Text von Lukas 3,4.6 hineinlesen, der oben steht. Ich mag diese Texte, welche mich auf das Kommen des Herrn vorbereiten. Sie wollen mich hinführen auf eine Wachheit und mir auch vermitteln: ohne mich geht es nicht; sie sagen mir: ich habe etwas damit zu tun, dass der Herr ankommen kann. Ich bereite den Weg, und so muss auch ich mich bereiten, vorbereiten.

 

Bereiten wir den Weg? Bereite ich den Weg? Und wie geschieht es? Ich glaube, es ist nicht immer das Außergewöhnliche, sondern auch das Alltägliche, der Umgang, meine Einstellung zum Leben und den Mitmenschen, dem Wie und Wo ich Freude mit in die Welt trage oder die Sorgen mit tragen helfe. Gerade jetzt in der Adventszeit kann ich doch ganz bewusst meinen Blick auf das richten, wo Freude und Halt in meinem Leben den Grundstein legen und wo ich dies weitergeben kann. Christus kommt in die Welt, um uns zu erlösen. Und das, was mich immer wieder erstaunt, verwundert und ja auch rätseln lässt: Er wird ein unschuldiges, hilfloses Kind, ihm bereiten wir den Weg, damit ER MENSCH werden kann unter uns und in uns. Lasst uns mitgehen und mit dem, was wir tun können, ein Stück an seiner Straße bauen.

 

Schwester Dorothea

> 15. Dezember
Bildquelle: Marylène Brito in Pfarrbriefservice.de

Im Tagesgebet der Heiligen Messe beten wir: „Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.“

 

Ich liebe den Text von Silja Walter:

 

Jemand muss zu Hause sein, Herr, wenn du kommst.
Jemand muss dich erwarten, unten am Fluss vor der Stadt.
Jemand muss nach dir Ausschau halten Tag und Nacht.
Wer weiß denn, wann du kommst.
Herr, jemand muss dich kommen sehen,
durch die Gitter seines Hauses.
Durch die Gitter deiner Worte, deiner Werke.
Jemand muss wachen unten an der Brücke,
um deine Ankunft zu melden,
Herr, du kommst ja doch in der Nacht wie ein Dieb.
Wachen ist unser Dienst, wachen.
Auch für die Welt.
Sie ist so leichtsinnig, läuft draußen herum,
und nachts ist sie auch nicht zu Hause.
Denkt sie daran, dass du kommst?
Dass du ihr Herr bist und sicher kommst?
Jemand muss es glauben,
zu Hause sein um Mitternacht,
um dir das Tor zu öffnen und dich einzulassen,
wo immer du kommst.
Herr, durch meine Zellentür kommst du in die Welt
und durch mein Herz zum Menschen.
Was glaubst du, täten wir sonst?
Wir bleiben, weil wir glauben.
Zu bleiben und zu glauben sind wir da, -
draußen am Rand der Stadt.
Herr, und jemand muss dich aushalten,
dich ertragen, ohne davonzulaufen.
Deine Abwesenheit aushalten,
ohne an deinem Kommen zu zweifeln.
Dein Schweigen aushalten und trotzdem singen.
Dein Leiden, deinen Tod aushalten und daraus leben.
Das muss immer jemand tun mit allen andern und für sie.
Und jemand muss singen,
Herr, wenn du kommst, das ist unser Dienst:
Dich kommen sehen und singen.
Weil du Gott bist.
Weil du die großen Werke tust, die keiner wirkt als du.
Und weil du herrlich bist und wunderbar wie keiner.
Komm, Herr!
Hinter unsern Mauern
unten am Fluss
wartet die Stadt
auf dich. Amen.

 

Es lohnt sich diesen Text zu meditieren, viel Freude dabei! (RGE)

> 14. Dezember
Bildquelle: Archiv Pfarrei St. Franziskus

Ich bin begeistert, da treffen sich fast jeden Abend Menschen an einem anderen Ort unserer Pfarrei pünktlich um 17.30 Uhr, um den lebendigen Adventskalender zu erleben.

 

Viele kommen kurz vor knapp, es ist kalt geworden. Aus dem Dunkeln versammeln sie sich um das lichterfüllte Fenster und singen und beten zusammen. Das ist schön, das tut gut, sich auf diese Weise mit anderen gemeinsam auf die Ankunft Jesu, auf seine Geburt an Weihnachten vorzubereiten.

 

Für heute Abend laden die Kommunionkinder in Grimburg um 17.30 Uhr ins Bürgerhaus Grimburg ein. Ich freue mich, dass auch seit elf Jahren erstmals in Grimburg sich Menschen gefunden haben, die mitmachen. Danke. Sollte Ihnen Grimburg zu weit sein, machen Sie sich auf den Weg nach Neuhütten, dort werden Sie mit Sicherheit bei Familie Wahl, in der Saarstraße 28, herzlich willkommen sein.

 

Gott des Lebens und des Friedens. 
In dir leben wir, bewegen uns und sind wir. 
Wir bitten dich,
lass die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten für uns eine sinnvolle Zeit sein, 
in der wir zum Wesentlichen zurückkehren. 
Lass uns aufmerksam sein für die Menschen um uns 
und für dein Wort, das du für uns hast. 
Heute und alle Tage unseres Lebens.  Amen. (RGE)

> 13. Dezember
Bildquelle: Archiv Pfarrei St. Franziskus

Wenn ich mit unserem Familiengottesdienstkreis einen Gottesdienst vorbereite, dann schaue ich meist zuerst im Kalender, ob dieser Tag, ein besonderer Tag ist, an dem ein Heiliger oder eine Heilige gefeiert wird. Nach Aussage von Pastor Grünebach, der auch Heilige mag, fällt es dann oftmals leichter diesem Tag auch innerhalb der Liturgie einen würdigen Rahmen zu geben.

 

So freue ich mich heute, dass das Fest der Heiligen Lucia gefeiert wird. Sie lebte um das Jahr 286 in Syrakus auf Sizilien in einer vornehmen Familie. Sie wollte nicht heiraten, sondern in ihrem Leben mehr in der Nachfolge von Jesus Christus leben. Doch der Bräutigam, den ihre Eltern bereits für sie ausgesucht hatten, war mit dieser Entscheidung keineswegs einverstanden. So wurde sie vor den Statthalter von Kaiser Diokletian geführt. Dieser fragte sie: „Bist du eine Christin?“

 

Luzia antwortete: „Ja ich bin eine Christin. Ich will die Liebe Gottes zu den Menschen bringen!“ Trotz Folter und Kerker ließ sie sich nicht von ihrem Glauben abbringen und starb 304 als Märtyrerin.  

 

Lucias Glaubenslicht ist nie erloschen. Ihre Geschichte wurde immer neu erzählt, bis auf den heutigen Tag. Wenn Sie heute Ihre Adventskerze anzünden, überlegen Sie doch mal, wann haben Sie zuletzt in einem Gespräch, einer Begegnung, einem Gottesdienst erlebt, dass sich jemand als Christ bekannt hat. „Herr gib uns Mut zum Dienen, wo’s heute nötig ist, wir danken Dir, dass Du dann bei uns bist!“ (RGE)

> 12. Dezember
Bildquelle: Rene Konrad In: Pfarrbriefservice.de

DSDS – Deutschland sucht den Superstar, Germanys next Topmodel, The Voice ….

 

Die Liste der Casting-Shows lässt sich fortführen. Immer geht es darum, wer ist der Beste, die Beste. Es wird bewertet – manchmal gnadenlos. Da wird viel Druck aufgebaut und es tauchen evtl. Fragen auf wie: Kann ich bestehen? Bin ich gut genug? Genüge ich? Wer bin ich, wenn ich scheitere? Lachen die anderen über mich? …

 

In der Tiefe des Herzens lebt vermutlich in jedem Menschen die Sehnsucht angenommen, geliebt zu sein, so wie ich bin, angesehen zu werden – unabhängig von aller Leistung, von meinem Aussehen, von meinen Fähigkeiten.

 

Die biblische Botschaft des heutigen Adventstages ist wie eine Antwort auf diese Sehnsucht und entwirft ein Kontrastbild zu den vielen Castingshows. Gott wird mit einem Hirten verglichen, der sich sorgt, der den einzelnen im Blick hat, der die einen trägt, die anderen behutsam führt und denen nachgeht, die sich verlaufen haben. Gott sucht nicht den Superstar oder das Topmodel, er sucht mich/dich und will mir/dir begegnen, so wie ich bin/du bist. Im Bewusstsein so angenommen zu sein, wie ich bin, auch zugeben zu dürfen, Hilfe zu brauchen oder sich verlaufen zu haben, kann ich in den Tag gehen und dies gilt genauso für alle, denen ich begegnen werde in der Familie, im Beruf, in der Schule, auf der Straße … . Ich glaube, dann verändert sich etwas in unserem Leben und Miteinander.

 

Schwester Elke

> 11. Dezember
Bildquelle: Katharina Wagner In: Pfarrbriefservice.de

„Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie sollen prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. … Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! … Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf.“ (aus der heutigen Tageslesung Jesaja 35,1-10).

 

Lesen Sie diese Worte ruhig mehrmals durch, vielleicht sogar laut.

 

Was lösen sie in Ihnen aus? Welche Bilder steigen in Ihnen auf?

 

Diese Bildworte wurden erstmals Menschen in einer nicht weniger dramatischen gesellschaftlichen und religiösen Umbruchssituation als heute verkündet. Es ist gut, dass sie uns immer wieder von Neuem verkündet werden. Mich berührt die Leichtigkeit und Lebensfreude darin, da ist von jubeln, jauchzen und springen die Rede. Mich ermutigen sie und erfüllen mich mit Hoffnung auch im Blick auf die Umbruchssituation unserer Gesellschaft und in der Kirche. Genau in dem, was jetzt unsere Realität ist, ist Gott am Wirken. Vielleicht anders als wir es wünschen und erwarten. Diese Worte laden uns ein, dem zu trauen und sie fordern uns heraus, Verzagte, Kraftlose und Mutlose im Blick zu behalten, aufeinander zu zugehen, uns gegenseitig zu ermutigen, miteinander zu teilen, wo wir etwas vom Wirken Gottes wahrnehmen – zunächst klein und unscheinbar.

 

Ich wünsche uns, dass wir heute etwas von dieser Ermutigung spüren dürfen und wir uns von dieser Lebensfreude aus dem Vertrauen auf Gott mitten in unserem Alltag anstecken lassen.

 

Schwester Elke

> 10. Dezember
Bildquelle: Martha Gahbauer In: Pfarrbriefservice.de

Im Laufe eines Tages dringen viele Stimmen, Worte an unser äußeres und inneres Ohr. Es lohnt sich mal aufmerksam zu sein, welche Stimmen bei mir ein besonderes Gehör finden, welche eher laut und welche leise sind und vor allem, welche Wirkung sie hinterlassen. Lähmen oder ermutigen sie? Oft ist es leider so, dass die negativen Stimmen sich am meisten Gehör verschaffen – in uns, in der Kirche, in der Welt. Es ist eine alte Weisheit: Das, was wir in uns wiederholen, das verstärken wir in uns.

 

Eckhart von Hirschhausen lädt in einer seiner Kabarett-Nummern ein, unser eigener DJ zu werden. Wir können üben zu entscheiden, wer die vorderen Plätze unserer persönlichen Stimmen-/Worte-Hitparade belegt. Wie wäre es heute am 2. Advent den Worten der Hoffnung und des Trostes des Propheten Jesaja (Jes 40,1-5.9-11) unser Ohr zu schenken, ihnen zu lauschen? Wie wäre es, seine Songs aufzulegen? Einer könnte heißen „Fürchte dich nicht“ oder „Seht, hier ist euer Gott“ oder „Die Schuld ist beglichen“ oder „Erheb deine Stimme, Botin der Freude“ oder „Gott sorgt sich um mich“ …

 

Viel Freude beim „Hören“.

 

Schwester Elke

> 9. Dezember

„Wer in Gott eintaucht, taucht neben den Armen auf“,

 

sagt der französische Bischof Jacques Gaillot.

 

Auf dem Studientag für die pastoralen Berufe im Oktober dieses Jahres hat der Referent an dieses Zitat erinnert. Auch fügte er den Satz hinzu: „Ohne eine spirituelle Grundierung wird eine diakonische Kirche atemlos.“

 

Seit einiger Zeit übe ich mich in dem ersten Satz und finde es spannend, bei welchen Menschen mich Gott täglich in meiner Arbeit und im privaten Leben auftauchen lässt.

 

Den  zweiten Satz sehe ich als guten Hinweis für die Arbeit im MGH Johanneshaus.

 

Folgenden Text habe ich noch gefunden:

 

Wer in Gott eintaucht 
Paul. M. Zulehner


Wer in Gott eintaucht, 
taucht neben den Menschen, 
vorab den Armen/Armgemachten auf.

 

In Gott Eingewurzelte „erben“ von Gott 
eine hohe Aufmerksamkeit 
für das Leid der Menschen. 
Gottnähe macht leidempfindlich. 
In einer Kultur des Wegschauens 
üben solche Menschen das Hinschauen.

 

Wer mystisch gottvoll wird, 
kann dann gar nicht anders 
als in Gottes Art zu sagen: 
„Ich kenne ihr Leid.“ (Ex 3,7) 
Das ist das Markenzeichen 
jener Gemeinschaft, 
die sich Gottes Volk nennt.

(CE)

> 8. Dezember
Bildquelle: Christoph Eiffler

Die Krippe

 

Als kleiner Junge hatte ich in der Adventszeit im Kinderzimmer ein kleines Eckelchen, in dem auf Moos bedeckten Wegen Maria und Josef Richtung Bethlehem gingen. Aus Sperrholz hatte ich Maria und Josef ausgesägt und angemalt. Und so ging ich mit Maria und Josef die Wochen vor Weihnachten auf Weihnachten zu. Es war ein kindliches Spiel. Nicht unerheblich war auch für mich als altes Feuermännchen, dass natürlich der Weg von Maria und Josef mit Kerzen ausgeleuchtet wurden. Ob ich viel von der biblischen Geschichte verstanden habe, weiß ich nicht mehr. Die Freude und Faszination an der biblischen Geschichte ist geblieben.

 

Im Matthäusevangelium ist Josef zu Beginn eine zentrale Gestalt.

 

Er ist ein Träumender. Wenn die Bibel von Träumenden redet, meint sie keine Traumtänzer, keine, die Luftschlösser bauen. Träumende in der Bibel sind Menschen, die die Beziehung zu Gott suchen und die auf Gott hören. Im Traum erfährt Josef, was er tun soll: Maria zur Frau nehmen –gegen die jüdischen Regeln und später nach Ägypten zu fliehen. Vieles mag vom Evangelisten Matthäus gestaltet worden sein.  Er nennt Josef einen Gerechten, ein Ehrentitel, den in der Bibel nur wenige haben. Was macht ihn zu einem „Gerechten“. Ich denke: seine Barmherzigkeit, die er von Gott erfährt und an seine Mitmenschen weitergibt.

 

„Seid barmherzig, wie mein Vater im Himmel barmherzig ist.“, wird später Jesus sagen.

(CE)

> 7. Dezember

"Es kommt ein Schiff geladen..."

 

Im alten Gotteslob steht im adventlichen Teil das Lied „Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord.“. Als gebürtiger Andernacher war ich als kleiner Junge mächtig stolz, dass unter dem Lied stand „M: Andernacher Gesangbuch“. Ich habe es gerne gesungen.

 

Der Text ist sehr tiefsinnig. Es beschreibt in alten Worten, wie Gott auf uns Menschen zukommt und seine Liebe uns schenken will. „Das Segel ist die Liebe.“ Die Liebe treibt Gott voran, dass er zu den Menschen kommen will.

 

Das war früher so – davon erzählt die Bibel in vielen Geschichten -, das ist auch heute so und gilt auch mir: Gott schenkt mir seine Liebe. Er gibt mir Würde und Ansehen.

 

Wenn ich morgens meditiere, hört mein Anfangsgebet mit dem Satz auf: „Du gibst mir Würde und Ansehen, die mir keiner nehmen kann.“ In dieser Zuversicht beginne ich die Meditation und tauche am Morgen in die Zusage Gottes ein. (CE)

> 6. Dezember
Bildquelle: http://www.glaube-und-heimat.de

Advent - Trainingslager für das Leben

 

Wer den Advent auf einen Zeitraum reduziert, der hat Weihnachten gründlich missverstanden - und der wird Weihnachten nicht feiern können.

Advent will mehr sein als eine Zeit, mehr als die Wochen vor Heiligabend.

Advent ist eine Einübung ins Leben.

 

Alle Zeichen und Symbole, die ursprünglich mit dem Advent verbunden sind, wollen genau darauf hindeuten - und die Lieder des Advents sind Lieder der Hoffnung und der Sehnsucht. Und wir dürfen diese Sehnsucht nach Leben nicht auf einige Wochen im Jahr begrenzen, die zudem noch oft genug geprägt sind von Umtrieb und Hektik.

 

Adventlich leben - 365 Tage im Jahr.

Und doch brauchen wir gerade diese Zeit, diese Wochen des Advents.

Immer wieder geht uns unsere Sehnsucht im Alltag verloren - und dann brauchen wir diese Zeichen, die Texte der Gottesdienste, das Licht der Kerzen, die Lieder des Advents, um uns zu erinnern - an das, was sein könnte. Wir brauchen den Advent, um adventlich leben zu lernen - um im Abenteuer Advent etwas für das Abenteuer Leben lernen zu können. Wir brauchen das konkrete Fest, wir brauchen die Wochen davor, um uns immer wieder neu in solche Lebenshaltungen und Einstellungen einzuüben.

 

Wir brauchen Lieder, die unserer Sehnsucht Ausdruck geben,

wir brauchen das zunehmende Licht der Kerzen am Adventskranz,

wir brauchen die vielen kleinen Weihnachtsgeheimnisse,

wir brauchen das Rascheln von Geschenkpapier,

wir brauchen die ruhige Stunde beim Schreiben der Weihnachtspost, um einen lieben Gedanken an einen Freund zu schicken,

wir brauchen die tröstenden Worte des Propheten Jesaja,

wir brauchen diese Wochen des Advents, um immer wieder neu die Sehnsucht zu lernen, die Verheißungen zu hören, den Blick auf den Stern zu richten.

 

Das, was wir in diesen Tagen “üben”, soll uns dabei helfen, die restlichen elf Monate in einem solchen Sinne zu gestalten. Und genau das ist die Chance des Advents, die wir nicht ungenutzt vorbeigehen lassen sollten.

 

(Andrea Schwarz)

> 5. Dezember
Bildquelle: https://lifechannel.ch/de/Glauben-entdecken

Wie eine Kerze, die im Dunkeln leuchtet

 

Ich habe genug Wachs, um zu brennen.

Aber mit meiner Flamme habe ich es schwer.

Kommt ein Luftzug, oder ein stärkerer Wind,

dann flackere ich, dann werde ich unruhig und

habe Angst, im nächsten Augenblick zu verlöschen.

Manchmal brenne ich aber auch hell.

So hell, dass das Dunkel um mich ein bisschen freundlicher,

heller und wärmer wird.

Manchmal ist meine Flamme groß und stark.

Manchmal ist sie winzig klein.

So klein, dass sie kaum noch zu sehen ist.

So klein, dass sie fast aus ist.

Guter Gott, schenke mir Kraft, wenn die kleine

Flamme ganz winzig ist und angstvoll flackert,

wenn sie immer dunkler und kälter wird.

Mach mich so stark, dass ich wieder

aufflackern kann, wieder groß und hell werden darf.

Hilf mir Gott, dass ich weiter brennen kann.

Hilf mir, dass ich für dich brennen werde.

 

http://www.jg-muenster.de/wordpress/wp-content/uploads/2015/02/Adventsanregung.pdf

> 4. Dezember
Bildquelle:https://blog.actilingua.com/feiert-man-weihnachten-osterreich/

Einen Zweig entdecken

 

Die Barbarazweige sind mehr als ein schöner Brauch, mitten im Winter etwas Blühendes zu haben. Aus den Zweigen, die wie abgestorben und tot scheinen, erblüht neues Leben. Sie können so als Zeichen dafür gesehen werden, dass Gott aus dem Starren, Kalten, Toten Lebendiges entstehen lässt. Sie können ein Gleichnis für unser Leben sein. Wenn auch wir wie erstarrt, resigniert oder verbittert sind, kann uns Gott doch wieder lebendig, aktiv, froh und hoffnungsvoll werden lassen. Das gilt für unser Leben hier in der Gegenwart, und für das Leben, das wir nach unserem Tod erhoffen.

 

Davon können die Barbarazweige erzählen. Blühen sie am Weihnachtsfest, dann wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet. Dieses Brauchtum soll auf Barbaras Gefangenschaft zurückgehen: sie habe einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt; in den letzten Tagen ihres Lebens, schon im Bewusstsein ihres Todesurteils, fand sie Trost darin, dass der Zweig in ihrer Zelle blühte. Symbolisch stehen die aufgeblühten Zweige für Jesus, den „Spross aus der Wurzel Jesse“: Wenn die Knospe die enge Hülle sprengt, erwacht der Gläubige durch die Geburt des Erlösers zu neuem Leben. (JB)

 

Quelle: http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/familien-feiern-kirchenjahr/links-dateien/02Barbara_06.pdf

> 3. Dezember
Bildquelle: Andreas Webel

Werde Mensch

 

Ich hatte in der Grundschule einmal den Kindern der vierten Klasse die Aufgabe gestellt ein Bild zu malen. Sie sollten versuchen zu malen, wie sie sich Gott vorstellten. Eines der Kinder hat dieses Bild von Gott gemalt.

 

Eine große blaue Erdkugel mit Meeren und Kontinenten hat es gemalt. Auf der Erdkugel Berge, ein Wald, eine Kirche und ein Friedhof, Häuser und ein Mensch. Und dann, ganz auffällig in der Mitte ein großer roter Sessel oder Thron. Gottes Thron steht auf dem Globus, wie all die anderen Elemente der Schöpfung auch. Das Bild ist fast eine Illustration zu Psalm 89, wo es im 12 Vers heißt: „Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; den Erdkreis und was ihn erfüllt hast du gegründet.“ Gott ist der Herr über die ganze Schöpfung, Alles, was ist, kommt von ihm – auch wir selbst.

 

Das ist eines der Bilder, die uns die Bibel von Gott schenkt.

 

Die Adventszeit möchte uns aber noch zu einem anderen Bild von Gott führen. Auf diesem Bild sitzt Gott nicht auf einem Thron als König, als Herrscher und als Schöpfer. Das Bild das auf das uns der Advent hinführen will, hat mit einem Gott zu tun, der sich klein macht. Dieser Gott bleibt nicht auf seinem Thron sitzen, um zu herrschen. Dieser Gott steigt herab von seinem Thron. Er macht sich klein, kommt in die Welt als schwaches und hilfloses Baby, wird Mensch, wie wir es sind.

 

Im Philipperbrief ist das so ausgedrückt: „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen;“

 

Gott „kommt herunter“, nimmt sich selbst nicht so wichtig, damit auch wir herunterkommen können von unseren hohen Rössern, von unseren oft überspannten Wünschen und Vorstellungen.  Im Advent dürfen wir uns gegenseitig wünschen: „Mach’s wie Gott: werde Mensch.“ (AW)

> 2. Dezember
Bildquelle: Andreas Webel

Gott ist niederschwellig

 

Angebote, die ein Unternehmen macht sollten niederschwellig sein. Menschen sollten möglichst wenige Hürden überwinden müssen, um ein Angebot in Anspruch nehmen zu können. Manchmal sind es Vorstellungen oder auch Vorurteile die eine unüberwindbare Schwelle aufbauen. Wenn ein Angebot von „der Kirche“ gemacht wird, dann ist oft eine solche Schwelle vorhanden, die viele Menschen nicht mehr überwinden wollen oder können.

 

 

Eine Kollegin bot einmal am Sonntagmorgen eine meditative Stunde an. Es kamen aber immer nur ganz wenige Menschen zu ihrem Angebot. Sie war etwas enttäuscht, so wenig Zuspruch zu erfahren, obwohl Meditation, Yoga und Ähnliches doch „in“ waren.  Schließlich machte sie einen Versuch. Sie bot ihre meditativen Stunden über die Volkshochschule an, am selben Ort zur selben Zeit. Nur jetzt war auch noch ein Teilnehmerbeitrag von fünf Euro fällig.

 

 

Sie war überrascht. Es waren so viele Anmeldungen, dass sie manchmal sogar Leuten absagen musste.

 

 

Kirche sollte niederschwellig sein, sagen manche Menschen. Der, auf den wir uns berufen hat es vorgemacht. Als kleines Kind in einem armen Stall kam er zur Welt. Nicht als mächtiger Fürst im Palast oder als Macher und Machthaber. Ich habe es selbst erlebt, als unsere Kinder noch klein waren: Wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs waren, kamen wildfremde Menschen näher, schauten in den Kinderwagen und begannen manchmal sogar ein Gespräch.

 

 

Gott ist niederschwellig. An Weihnachten dürfen wir es erfahren.  (AW)

 

> 1. Dezember
Bildquelle: Andreas Webel

„Dann hast du Weihnachten verpennt…“

 

Wahrscheinlich kennen Sie den Kindervers über den Advent:

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,

dann steht das Christkind vor der Tür.“

Und mach einer fügt dann noch schmunzelnd hinzu:
„…und wenn das fünfte Lichtlein brennt,

dann hast du Weihnachten verpennt.“

 

Weihnachten „verpennen“; wir könnten auch sagen: Weihnachten verpassen, geht das überhaupt?

 

Die große Zahl der Prospekte im Briefkasten erinnern uns doch daran, die Zahl der Lichter in den Fußgängerzonen, die Adventsmärkte in den Innenstädten lässt es doch einfach nicht zu, das irgendjemand Weihnachten verpassen kann. Weihnachten, das Fest der Lichter, drängt sich doch geradezu in unseren Blick, wenn wir die erleuchteten Fassaden der Häuser und die Geschäfte betrachten. Aber ist das tatsächlich Weihnachten, dass sich fast aufdringlich in unsere Wahrnehmung drängt?

 

Oder stehen wir doch alle in der Gefahr, das echte Weihnachten zu verpassen. Das Weihnachten, das zu tun hat mit dem Kind in der Krippe, in dem Gott Mensch wird. Zu hell strahlen manchmal die Lichter, überstrahlen, was in dem Stall in Bethlehem vor 2000 Jahren geschehen ist.

 

Zu groß wird die Hektik manchmal, als dass die Menschwerdung Gottes in unserer Welt noch einen Platz im Bewusstsein haben könnte.

 

Dabei kommt es doch darauf eigentlich an: Gott wird Mensch, um uns ganz nah zu sein.

 

Er wird Mensch, damit die Liebe Gottes zu seiner Schöpfung im wahrsten Sinn des Wortes begreifbar wird.

 

Heute beginnen die 24 Tage vor Weihnachten. Sie wollen uns hinführen zum Kind in der Krippe. Achten sie darauf, dass das wirkliche Weihnachten nicht aus dem Blick gerät, denn: „das Christkind steht vor der Tür!“ Das Kind in der Krippe klopft bei jedem von uns an und möchte Herberge finden. Viele Angebote in der Adventszeit wollen helfen, das Geheimnis von Weihnachten bei sich zu entdecken. Sie wollen helfen, ein wenig Zeit zu geben, damit Jesus auch in unseren Herzen und Leben Mensch werden kann. Schauen Sie einmal nach im Pfarrbrief oder auf der Homepage: Im Kloster gibt es Gebetsangebote und Bibelgespräche, der lebendige Adventskalender, die Gottesdienste, …

 

Ich wünsche Ihnen Zeit und Muße, um auf das kleine Licht des Adventskranzes zu schauen, immer wieder etwas innehalten zu können, damit Gott wirklich Mensch werden kann unter uns.  (AW)